Entstehung und Entwicklung des Vereins

Auszug aus der Vereinsgeschichte

Zusammengetragen von den Herren:
Karl Wilfried Hamel (die Jahre von 1956-1970)
Erich Auer (die Jahre von 1970-1981)
Heinrich Gewinner (die Jahre von 1981-heute)
Günter Koch (die Jahre 1986 – 2006)

Anfangs der 1940er Jahre kamen im Cafe Georg Wilch in Bensheim-Auerbach einige Aquarienfreunde aus Alsbach, Auerbach, Bensheim, Bickenbach und Heppenheim in regelmäßigen Abständen zum Erfahrungsaustausch zusammen.

Namentlich bekannt sind die Herren K. Herbert, Kehl, Schmidt, G. Schnellbächer, L. Seitz und Swaton. Diese Fachsimpelei dauerte ca. vier Jahre.

Nach dem 2. Weltkrieg trafen sich in Bensheim auf Veranlassung von Herrn Karl Hoffmann am Sonntag, 8.2.1953 um 10 Uhr in einem Schulsaal der inzwischen abgerissenen Wambolterhof-Schule insgesamt 14 Personen, um über die Gründung eines Vereines zu sprechen. Es wurde an diesem Tag der Film „Fische im Aquarium“ vorgeführt. Dieser Termin ist durch das älteste schriftlich vorhandene Protokoll belegt, das von Rektor Stimmler unterzeichnet ist. Die Vereinsgründung sollte am 8. März 1953 um 10 Uhr stattfinden.

Letztendlich dauerte es dann doch noch eine ganze Zeit, bis auf Initiative von Herrn Herpel, dem späteren Vorsitzenden, am 2. Juni 1956 im Gasthof Präsenzhof in Bensheim in der Bahnhofstraße die Gründung des Aquarienvereins ELODEA erfolgte. 37 Personen nahmen daran teil. Der Vereinsname wurde vom 2. Vorsitzenden, Herrn Schmidt aus Alsbach, vorgeschlagen. Kassierer wurde Herr Fritz Hermann und zum Schriftführer wurde Herr Dieter Blüm gewählt.

Ab Mitte 1956 bis heute sind wir Mitglied im VDA (Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. gegr. 1911)

Am 29. Dezember 1956 gab sich der Verein eine erste Satzung.

Am 25. Januar 1958 löste Herr Martin Hellriegel den bisherigen 1. Vorsitzenden ab; alle übrigen Vorstandsmitglieder blieben in ihren Ämtern. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein leider nur noch 18 Mitglieder. Trotzdem kann von einer regen Vereinstätigkeit gesprochen werden. Es wurde ein DIA-Vorführgerät gekauft und umfangreiche Literatur angeschafft. Auch wurden gemeinsame Tubifexbestellungen aufgegeben.

Ab 1959 sind keine ausreichenden Unterlagen mehr vorhanden, jedoch ist bekannt, dass allmählich ein „Tief“ das Vereinsleben beeinträchtigte.

In Bensheim-Auerbach hatte sich 1963-1964 eine Interessengemeinschaft mit den Herren Herbert, V. Seitz, Pohl und Hamel gebildet. Dazu kamen noch die Herren Auer, Meyer und Müller. Diese Aquarienfreunde traten, soweit sie nicht bereits Vereinsmitglieder waren, in den Verein ein.

Auf Grund dieser Initiative kam es zu der Generalversammlung am 19. November 1964 im ehemaligen Vereinslokal Cafe Franke.

Diese Versammlung wählte Herrn Meyer zum 1. Vorsitzenden, Herr Herrmann, der seit der Vereinsgründung als Kassierer dem Vorstand angehörte und auch während all der mageren Jahre mit größter Sorgfalt sein Amt verwaltet hatte, wurde erneut zum Kassierer gewählt.

Der neue Vorstand machte sich die Vorteile der VDA-Bildstelle zunutze und konnte viele sehenswerte Filme zur Ausschmückung der Vereinsabende zeigen. Auch der mittlerweile verbesserten Fachliteratur schenkte man größte Aufmerksamkeit.

Am 3. November 1966 wurde ein neuer Vorstand mit Herrn Volker Seitz gewählt.

Weiterhin wurde der Vorschlag des VDA, aufgrund unseres 10-jährigen Bestehens die Bezirksversammlung für Hessen in Bensheim abzuhalten, angenommen. In diesem Zusammenhang kam auch der Entschluss, im Rahmen der 1200-Jahrfeier der Stadt Bensheim eine Aquarien- und Terrarienausstellung im Keller des Dalberger Hofes abzuhalten.

Diese umfangreiche Arbeit konnte trotz mancher Schwierigkeiten gemeistert werden und am 15. Mai wurde die erste Ausstellung eröffnet.

Diese Aquarienschau „Einblick in eine traumhafte Welt“ hatte einen ungewöhnlichen Zuspruch von Jung und Alt.

Bei der Frühjahrsbezirkstagung, die im Dorfgemeinschaftshaus in Bensheim-Zell abgehalten wurde und ebenfalls vor vollem Hause stattfand, sprachen als Referenten Dr. Wolfgang Klausewitz, Dr. Gottfried Schubert und Dr. Peter Kuenzer

Bei diesem Anlass wurde Herr Fritz Herrmann zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 6. März 1967 wurde Herr Volker Seitz als Vorsitzender bestätigt.

Am 13. August 1968 übernahm Herr Philipp Wahlig nach einer Neuwahl die Leitung des Vereins; der Mitgliederbestand hatte sich nunmehr auf 35 Personen erhöht und unsere Vereinsabende waren prozentual mit die bestbesuchten im VDA.

Am 18. Mai 1969 fand im Vereinslokal Bierkeller die erste Zierfischbörse statt. Da die gesunden Nachzuchten gerne gekauft wurden, war dies der Ansporn für weitere Fischbörsen.

Bei der Jahreshauptversammlung am 20. Januar 1970 wurde Herr Karl Wilfried Hamel zum Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Leitung wurde dem Verein eine neue Satzung gegeben und ein neuer Name eingeführt. – Die Satzung lässt die Gemeinnützigkeit des

AQUARIENVEREIN ELODEA BERGSTRASSE e.V., Sitz Bensheim

erkennen. Dies wurde auch vom Finanzamt Bensheim mit Aktenzeichen GEM.L. 65 bestätigt. Die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister war dann nur noch eine Formsache.

Im Jahre 1970 wurde im Wambolter Hof in Bensheim unter Leitung von Herrn Erich Auer in der Zeit vom l5. – 20. September die zweite und wesentlich größere Ausstellung in unserer Vereinsgeschichte durchgeführt. Sie war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg, die erzielten erheblichen Überschüsse wurden für die Einzäunung eines neu gepachteten Futterteichgeländes verwandt.

Durch das allgemeine Absinken des Grundwasserspiegels hatte der Verein wenig Freude an diesem Objekt und schon im Jahre 1971 musste ein Ausbaggern des Teiches vorgenommen werden.

Selbst mit Hilfe einer Wünschelrute konnte kein Wasser gefunden werden.

Bei der Vorstandswahl des Jahres 1972 übernahm Herr Ernst Müller die Leitung des Vereins. Unter seiner Amtszeit konnten wir am 15. Dezember 1973 die erste Zierfischbörse in der Kreisberufsschule in Bensheim abhalten.

Am 8. Januar 1974 ging der Vereinsvorsitz nach einstimmiger Wahl an Herrn Erich Auer über. Er blieb bis zum 11. Juli 1995 nach immer wieder einstimmiger Wahl an der Spitze des Vereins, also mehr als 21 Jahre.

1975 wurde erstmals bei einer Hauptversammlung ein Budget für das kommende Jahr erstellt, dies wurde über all die Jahre bis heute beibehalten.

1976 wurde die Satzung überarbeitet.

Die bisher größte Mitgliederzahl erreichte der Verein im Jahre 1979 mit 47 Mitgliedern und es war auch das Jahr, in dem wir die erste von vielen Tümpeltouren an der Bergstraße und im vorderen Odenwald starten.

Im Sommer dieses Jahres fanden der erste Grillnachmittag auf unserem Vereinsgelände statt und ab September standen auf den Fischbörsen eigens gedruckte Fischtransportbeutel mit Werbung für diese Veranstaltungen zur Verfügung.

Im Jahr 1980 wird der Entschluss gefasst, im Jahre 1981 eine weitere Ausstellung durchzuführen. Erich Auer entwirft dazu passend einen neuen Vereinsfisch, der bis heute Bestand hat.

Am 16. Januar 1981 wird auf Veranlassung des Finanzamtes Bensheim eine weitere Satzungsänderung beim Amtsgericht eingetragen.

Auf einen Vorschlag von Willi Gumb kommen wir über das Hessische Straßenbauamt in Bensheim an ein Gebäude in der Rodensteinstraße 15 (ehemals Notar Blechner), das für unsere Ausstellung gut geeignet ist.

Dort eröffnen wir am 5. September 1981 unsere dritte und mit Abstand erfolgreichste Ausstellung unter der Gesamtleitung von Erich Auer, Heinrich Gewinner ist, wie schon bei der Ausstellung 1970, für die Werbung und die Gestaltung der Broschüre verantwortlich, Werner Drescher für alle vor Ort auftretenden Probleme. – Als Besonderheit zeigen wir bei dieser Ausstellung einheimische Lurche, die teilweise heute schon nicht mehr in der näheren Umgebung zu finden sind.

Ebenfalls im Jahre 1981 starten wir am 9. August unseren ersten Vereinsausflug an die Mosel, es kam mehr Wasser von oben als sich in dem Bach befand. Dieser und alle bis 1995 jährlich folgenden Ausflüge wurden von Erich Auer organisiert, schon da wurde es zunehmend schwerer, den Bus jeweils zu füllen, nach dem Ausscheiden von Erich aus dem Vorstand, folgten noch einige Termine, seit Beginn der Corona-Epidemie ist das, wie so vieles andere, eingeschlafen.

1982 Im Frühjahr 1982 besuchen unsere beiden Mitglieder Willi Frey und ein Jugendlicher eine Fischbörse der Kölner Aquarianer und knüpfen dort erste Bande; am 26. September des gleichen Jahres fährt eine größere Gruppe zu den im Gürzenich stattfindenden Cichlidentag, am 20. November erhalten wir Gegenbesuch aus Köln, 3 Mitglieder beteiligen sich aktiv an unserer Börse. Diese freundschaftliche Beziehung besteht auch heute noch, wenn auch nicht mehr in dieser intensiven Form.

Im gleichen Jahr starten wir mit insgesamt 25 Personen den ersten Wandertag vom Parkplatz Euler nach Wilmshausen in die Traube, ab da wurde auch diese Veranstaltung, genau wie der Grillnachmittag, regelmäßiger Bestandsteil im Vereinsleben.

Ebenfalls in 1982 erstellen wir auf dem Vereinsgelände eine stabile Gerätehütte.

Und auch eine Vereinsglocke mit der Aufschrift „25 Jahre Aquarienverein Elodea Bergstraße e.V.“ wird angeschafft, die seither bei den Jahreshauptversammlungen ihren Dienst tut.

1984 erfahren wir, dass unser Vereinsgelände von der Bahn an die Stadt Heppenheim verkauft wurde. Die Stadt kündigt uns angeblich mit einem Brief, der uns nie erreicht, den Pachtvertrag auf, wir wehren uns zunächst mit allen Mitteln dagegen, geben aber im Jahre 1986 auf, in dem wir von uns aus kündigen. – Was da von Seiten der Stadt Heppenheim mit uns gemacht wurde, ist sicher das traurigste Kapitel in unserer nunmehr 40-jährigen Vereinsgeschichte.

Am 9. September 1986 wird die Einführung von Vereinsnadeln beschlossen: Blau nach 1 Jahr, Bronce nach 10 Jahren, silber nach 25 Jahren und gold nach 30 Jahren.

Erstmalig verliehen werden diese Nadeln anlässlich der Feier „30 Jahre Elodea“ am 9. Dezember 1986. Kurt Herbert erhält als einziges verbliebenes Gründungsmitglied die goldene Nadel.

1988 wird der Vereinstaler für regelmäßige Teilnahme an den Vereinsveranstaltungen eingeführt, wird aber 1991 aus verschiedenen Gründen wieder eingestellt.

1989 findet die erste Nachtwanderung statt.

Bei einer Versammlung am 27. Oktober in diesem Jahr zeigt unser Mitglied Jörg Hauppenberger einen Steingutbecher vor mit dem von Erich Auer entworfenen Vereinsfisch und der Aufschrift „Aquarienverein Elodea Bergstraße e.V.“. Die Begeisterung ist groß und es wird bald eine umfangreiche Nachbestellung aufgegeben für Becher, Bembel und Bierkrüge. Ein Bembel bleibt für besondere Anlässe im Vereinsbesitz.

Am 19. November 1991 findet in Heppenheim-Erbach im Gasthof Jäger die 35-Jahrfeier statt, die beiden Mitglieder Helmut Fischer und Rudi Meisel werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

1993 wird unserem Mitglied Wilfried Hamel vom VDA für seine Tätigkeit als Leiter des Arbeitskreises Fischkrankheiten die goldene Ehrennadel verliehen.

Zu Beginn des Jahres 1994 führen wir die Familienmitgliedschaft ein und unsere Satzung wird zum 11. April 1994 auf den derzeit gültigen Stand gebracht. Im gleichen Jahr findet unsere bisher größte Zierfischbörse statt, es war teilweise kein Durchkommen mehr. Außer den Züchtern und Anbietern waren noch 17 Personen im Einsatz. Dieser Börse folgte im Oktober die „Erste überregionale Zierfischbörse“ mit Teilnehmern von großen Nachbarvereinen mit ähnlichem Erfolg.

Das Jahr 1995 ist geprägt durch den Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden Erich Auer, der dieses Amt nach über 21 Jahren abgibt. – Es bleibt nur, auch an dieser Stelle Dank zu sagen für eine mehr als 21-jährige Arbeit als erster Vorsitzender.

Ab diesem Zeitpunkt führt gemäß unserer Satzung der 2. Vorsitzende Heinrich Gewinner die Amtsgeschäfte weiter. – In einer vorgezogenen außerordentlichen Hauptversammlung am 10. Oktober 1995 wird er einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt, Wilfried Winkler erklärt sich breit, den 2. Vorsitz zu übernehmen, auch seine Wahl erfolgt einstimmig, ebenso wie die Wiederwahl von Schriftführer, Kassier und 1. Beisitzer einstimmig erfolgt. Als Bücherwart übernimmt Friedrich Helmling die Arbeit von Arno Wittwer.

Im November 1995 erscheint die erste Ausgabe von „Elodea aktuell“, erdacht und gestaltet von Heinrich Gewinner und Robert Ruhmann, War die erste Ausgabe nur ein einfacher Flyer, so entwickelt sich das bald zu einem DIN A 5 Heft weiter, die dreimal jährlich erscheinenden Ausgaben wurden außer an Mitgliedern auch an unsere Nachbarvereine verteilt und stellten für sich eine gute Werbung für den Verein dar.

1996 ab hier sind die Angaben dem im Jahre 2006 erschienenen Jubiläumsheft „50 Jahre Elodea“ entnommen, die hauptsächlich Günter Koch zusammengetragen hat.

40 Jahre ELODEA Bergstraße. Außer einer Jubiläumsfeier erschien hierzu eine Broschüre, mit viel Liebe gemacht, welche die Vereinsgeschichte sehr schön im Rückblick aufgeschrieben erzählt: Ausgabe Nr. 4 von Elodea aktuell.

Auf unserer Börse im März hat sich unter kräftiger Mitwirkung unserer beiden Mitglieder Johann Bottor und Heinrich Gewinner die Regionalgruppe Süd-West der IRG gebildet, zu der bis heute eine freundschaftliche Verbindung besteht.

Und wir gründen auf Betreiben unsere neuen Mitgliedes Oliver Reinhard eine Jugendgruppe.
Und noch etwas passiert in diesem Jahr: Mitglieder des Vereins waren bei dem Trubel, wenn sie nicht hinter den Regalen standen, nicht zu erkennen und so kam von Robert Ruhmann der Vorschlag, einen Anstecker mit ca. 55 mm Durchmesser zu machen, der im Grunde genau so aussah wie die Zinnplakette aus dem Jahre 1988, aber er war farbig und auf jedem Kleidungsstück gut zu erkennen.

ELODEA AKTUELL Ausgabe 1 erschien im November 1995. Eine kleine Zeitschrift, die es verdient, besonders erwähnt zu werden. Man kann nur hoffen, dass sie eine Fortsetzung findet, dass der neue Vorstand genauso dahintersteht wie der alte. Der Aufwand, der erforderlich ist, so etwas zu machen, den merkt man erst, wenn man es selber macht.

Wir können uns für die viele Arbeit bei Heinrich Gewinner und seinen Helfern, wie Robert Ruhmann und Werner Drescher und denen, die Berichte für die Zeitschrift gemacht haben, nur sehr herzlich bedanken.

1997 Das Jahr mit der Einführung des Sachkundenachweises mit Schulung und einer anschließenden Prüfung. Dies wurde von einer großen Anzahl von Vereinsmitgliedern in die Tat umgesetzt.

Welcher Verein hat schon einen Weltmeister in seinen Reihen; dies können wir jetzt behaupten. Mit Günther Schneider, der beim „Ersten internationalen Diskuschampionat in Deutschland“ den ersten Platz belegen konnte.
Das Foto zeigt eines der Championtiere und wurde von Heinrich Gewinner geschossen.

1998 Neben diversen Vorträgen (u.a. „Auf die Malediven der Fische wegen“ von Philipp Wahlig) war der Jahresausflug nach Wuppertal das Ereignis. Leider konnten wir wegen Reparaturarbeiten nicht mit der Schwebebahn fahren. Europas schönster Landschaftszoo war ein entsprechender Ausgleich.

1999 „Futterteich“ wir haben wieder einen Futterteich, war die herausragende Meldung in diesem Jahr. Nach vielen Bemühungen, einen solchen zu bekommen, warn die Erwartungen sehr groß. Es gab mehrere Einsätze, denn so ein Gelände muss ja von Müll befreit werden. Problematisch an diesem Teich war, dass er in der Vergangenheit immer wieder ausgetrocknet war bzw. trockengelegt wurde.

Doch das Garaus für dieses Gelände waren zunächst die Aberhunderte von Sonnenbarschen und danach die von staatlicher Seite wieder einmal herbeigeführte Trockenlegung des Geländes. Nach zwei Jahren absoluter Trockenheit haben wir den Pachtvertrag mit dem Forstamt Jugenheim vorzeitig aufgelöst.

Im Juni unterstützen Mitglieder die Regionalgruppe Süd-West der IRG bei der Ausrichtung der über drei Tage gehenden Jahreshauptversammlung im Europahotel, bei der auch die gemeinsam mit Elodeamitgliedern (Robert Ruhmann und Heinrich Gewinner) vorgestellt wurde.

2000 Ein Jahr mit nur einem Höhepunkt, der Ausflug zur Tropfsteinhöhle Eberstadt und zum Hauptziel des Tages „Die Deutsche Greifenwarte Burg Gutenberg“. Die großartigen Flugvorführungen mit verschiedenen Adlerarten und Geiern. Es war schon fantastisch, Vögel mit Spannweiten bis zu über drei Metern in völlig freien Flug zu sehen und zu beobachten.

2001 In diesem Jahr kamen 20 Mitglieder des Vereins ganz groß raus, sie nahmen an einer Fernsehsendung teil und waren als Kulisse zu sehen. Eines der Themen war, dass Fische bei manchen Krankheiten helfen können, z.B. bei der Bekämpfung von Schuppenflechte und Wundbehandlung.

Neben einigen anderen Vorträgen hatten wir auch den Besuch von Norbert Grunwald, der sein Paludarium vorstellte. Ob sich darauf hin ein Mitglied ein solches zugelegt hat, ist nicht bekannt.

2002 Wechsel des Vereinslokals von Heppenheim nach Bensheim zum „Wirtshaus zum Kleingärtner“ und auch ein Wechsel des Kassierers bei der Jahreshauptversammlung. Stephan Hillenbrand übernimmt das Amt von Günter Koch, der wird 2. Vorsitzender.

Und am 22. März wurde unser langjähriger Vorsitzender Erich Auer 70 Jahre alt und zum Ehrenmitglied ernannt.

2003 Das erste Jahr ohne eine Fischbörse. Nach 33 Jahren ist diese Tatsache schon bedauerlich, doch gehören zu einer Börse auch Menschen, die bereit sind, etwas mehr Aufwand zu erbringen, als nur Fische hinzutragen. Ein weiterer Grund:  Unsere bisherige Bleibe wird über zwei Jahre hinweg umgebaut. Am 8. Februar bringen Mitglieder unser gesamtes Mobiliar in einen Kellerraum der Psychiatrischen Klinik in Heppenheim.

Höhepunkt in diesem Jahr war der Vortrag des Australiers Gunther Schmida im Mai, der eine Woche zusammen mit seiner Frau bei Heinrich Gewinner zu Gast war, das Vereinslokal war mit 70 Leuten proppenvoll, doch auch dieses Mal war die Beteiligung von Vereinsmitgliedern sehr schwach.

2004 Dieses Jahr war geprägt von vielen Vorträgen mit dem herausragenden Nachmittag mit Heiko Bleher, zwei Vorträge hat er im Cafe der psychiatrischen Klinik in Heppenheim vor vollem Haus gehalten. Und da es auch um Regenbogenfische ging, waren von der IRG zahlreiche Teilnehmer gekommen mit teils langen Anreisewegen.

Von Vereinsseite hingegen war die Teilnehmerzahl wieder so richtig bescheiden, die Bemühungen unseres Vorsitzenden waren vergebens. Ein solches Ereignis wird es so schnell nicht wieder geben.

2005 Viele Höhepunkte hat es in diesem Jahr nicht gegeben, die üblichen Vereinsabende. Tümpeltour, Grillnachmittag und Familienabende.

Zwei Mitglieder konnten für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt werden: Erich Auer und Karl Wilfried Hamel.

Und wir haben jetzt unter: www.elodea-bergstrasse.de eine eigene Webseite.

2006 Das Jahr hat mit vielen Überraschungen begonnen. Ein ganz neuer Vorstand hat sich zusammengesetzt, nachdem sowohl der Schriftführer Werner Drescher (seit 1967 im Amt) als auch Heinrich Gewinner (seit 1970 im Vorstand, die letzten 10 Jahre Vorsitzender) aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr zur Wahl angetreten sind. Neuer Vorsitzender wird Dr. Thomas Seehaus.

Im Juli erscheint die Jubiläumsausgabe Elodea aktuell Nr. 34 (50 Jahre Elodea) zusammengetragen und redaktionell bearbeitet vom bisherigen Vorsitzenden. Im Frühjahr 2012 erscheint mit Nr. 50 die letzte Ausgabe, danach hat sich niemand mehr gefunden, der das weiterführen wollte.

2007 Bei der Jahreshauptversammlung werden Werner Drescher und Heinrich Gewinner zu Ehrenmitgliedern ernannt. – Am 11. September 2007 treffen wir uns erstmals im neuen Vereinslokal „Balkangrill“ in Heppenheim, nachdem unser seitheriges Vereinslokal den Flammen zum Opfer gefallen war.

Im Herbst erfolgt eine Wiederbelebung unserer Zierfischbörsen und zwar am 13. Oktober 2007 in Heppenheim im Keller des ZSP-Zentrum für soziale Psychiatrie

2011 muss in Heft 49 von Elodea aktuell die Oktoberbörse wegen mangelnder Beteiligung abgesagt werden, in Heft 50, Frühjahr 2012, wird das endgültige Ende angekündigt und auch unsere kleine Zeitschrift wird es nicht mehr geben, künftig soll ein neudeutsch Newsletter genanntes Teil erscheinen, das den Mitgliedern via E-mail zugestellt wird. Der Dank des Vorstandes geht an Klaus Schwinn, der sich in den letzten Jahren darum gekümmert hat.

Nach dem Tod von Fritz Helmling findet sich niemand mehr, der bereit ist, sich um unsere Bücherei zu kümmern, letztendlich wir sie aufgelöst.

2015 Annette Metzner übernimmt von Thomas Seehaus die Vereinsführung.

2022 Oliver Oswald löst Annette Metzner in der Vereinsführung ab.
Der in den letzten Jahren vernachlässigte Webauftritt wurde überarbeitet. Als Ziel wurde eine mindestens einmal monatliche Aktualisierung ins Auge gefasst und eine Bestandsliste mit Tieren und Pflanzen, die bei Vereinsmitgliedern gepflegt werden, soll online gestellt werden.

Die Wiederbelebung von regelmäßigen Fischbörsen wird zwar begrüßt, ist aber zur Zeit leider nicht umsetzbar. Zu extreme rechtliche Hürden gilt es zu meistern, außerdem ist momentan weder ein Austragungsort, noch eine Verkaufsanlage vorhanden, ganz zu schweigen von einem Börsenwart, einem Ersthelfer und einem Brandschutzbeauftragten, die man mittlerweile auch braucht. Schade, denn die Börsen boten immer tolle Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch und Kennenlernen. Das müssen wir leider vorerst auf unsere Vereinsabende beschränken. Vorerst 😉
Erste Schritte in Richtung einer Fischbörse wurden mit der Erstellung der Bestandsliste gemacht.

2023 auf der Hauptversammlung am 14.02. wurden Werner Drescher und Heinrich Gewinner als Dank für ihre jahrzehntelange Arbeit für den Verein zu Ehrenvorständen ernannt. Beide helfen noch immer, wo sie nur können und der aktuelle Vorstand ist froh, auf ihren Erfahrungs- und Wissenschatz zugreifen zu dürfen.

Dezember 2023 – die Vereinsabende wurden in diesem Jahr durch Vorträge von Mitgliedern bereichert. Die Webseite wurde auf WordPress umgestellt und monatlich aktualisiert. Fortschritte zur Ausrichtung einer eigenen Börse konnten leider nicht erzielt werden. Dafür wurde eine intensivere Zusammenarbeit mit Nachbarvereinen erreicht, die es weiter auszubauen gilt. Neben dem Besuch von Vorträgen sind im kommenden Jahr auch Besuche von Börsen in der Umgebung geplant.